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Exkurs: Sonnenuhren

Diesmal möchte ich einen kleinen Exkurs in die Welt der alten Zeitmessung machen. Zum Nikolaus und zu Weihnachten habe ich letztes Jahr je eine Sonnenuhr bekommen. Da es in den letzten Wochen so trübe war, bin ich aber nicht dazu gekommen sie mal auszuprobieren. Heute schien endlich mal die Sonne, also schnappte ich mir die beiden Uhren und los ging es. Wichtig vielleicht im Voraus: Unsere Zeitrechnung orientiert sich an der MEZ oder MESZ, wobei die MEZ normalerweise benutzt wird. Die Sonnenuhren zeigen dagegen die WOZ (wahre Ortszeit) an. Dies ist die Zeit, die tatsächlich an dem Standpunkt ist. Einige Sonnenuhren sind genauer, andere weniger genau. Dies ist von der Bauart und auch davon abhängig, ob Abweichungen schon von der Uhr abgefangen werden können. Ansonsten gibt es Tabellen, anhand derer man umrechnen kann. Zuerst nahm ich die Saturnsonnenuhr, da sie einfacher ist. In der Mitte befindet sich eine Glaskugel, die in eine Metallscheibe eingelassen ist. Auf dieser Scheibe ist außen um die Kugel herum die Zeitskala in römischen Zahlen aufgetragen. An der Aufhängung ist ein großes “S” zu sehen. Anhand des Karo-Papiers lässt sich gut erkennen, dass die Uhr schön klein ist, mit dem Band kann man sie gut um den Hals tragen. Um die Zeit abzulesen, muss das “S” nach Süden ausgerichtet werden, die Scheibe wird parallel zum Boden gehalten. Auf der Kugel sollte nun ein Lichtpunkt zu sehen sein. Um die Uhrzeit richtig an der Skala ablesen zu können, muss die Uhr nun etwa 45° in die Sonne geneigt werden, das heißt die Kante, die zur Sonne zeigt, ist höher. Nun sollte der Lichtpunkt in der Kugel einen Streifen auf der Zeitskala abbilden, der die aktuelle Uhrzeit anzeigt. Diese Uhr sieht schön aus und ist einfach, allerdings muss man wissen wo Süden ist. Die andere Uhr ist eine Ringsonnenuhr. Sie sieht erst einmal kompliziert aus, und die Beschreibung klingt auch nicht gerade einfach. Sie ist etwas größer als die Saturnuhr, dafür wesentlich genauer und spannender. Mit ihr lässt sicht die WOZ auf etwa 5 Minuten genau bestimmen. Sie besteht aus zwei Ringen, wovon der Innere um 90° ausgeklappt werden kann. In seiner Innenkante ist eine kleine Rille, die zur Zeitbestimmung dient. In der Mitte ist die Datumsleiste, mit dem schwarzen Schieber, der in der Mitte ein kleines Loch hat, wird in etwa das aktuelle Datum eingestellt. Was man nicht gut erkennen kann: Die Schlaufe mit dem Band dran kann außen verschoben werden (steht auf dem Foto etwa auf 52°) und gibt den Breitengrad an. Dieser muss ebenfalls eingestellt werden. Auf dem äußeren Ring sind auf der Rückseite Anhaltswerte für den Breitengrad einiger großer Städte verzeichnet. Auch hier ist die Skala mit den Uhrzeiten in römischen Zahlen angegeben, auf dem Ring ist ein ganzer Tag mit 24 Stunden...

Weihnachten 2012

Es gibt da zwei Dinge, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich wurde gestern mit zwei tollen Dingen überrascht. Aber seht selbst: 1. Gestern Mittag überraschte mich der Postbote, da er ein kleines Päckchen für mich in der Hand hielt. Ich fragte mich, was denn das wohl ist. Der Absender war mir nicht unbekannt, er betreibt mit seiner Frau zusammen einen Internet-Shop. Der Shop war nicht genannt, trotzdem fragte ich mich noch einmal: Hatte ich doch etwas bestellt? Neugierig öffnete ich das Päckchen, obenauf lag ein Brief. Darunter fand sich ein Stapel Papier. Nanu? Es waren mehrere Notizheftchen, teils lose, teils fest, teils fest aber abreißbar. Hm, was das wohl sein soll? Der Brief klärte mich auf. Da hatte ein Weihnachtswichtel meine Suche nach einem Block zum seitlichen Einschieben für meinen Filofax Holborn gelesen und kurzerhand ein paar für mich gemacht. Ich war baff und habe mich sehr darüber gefreut. Es war eine sehr schöne Weihnachtsüberraschung. 2. Ich bekam eine Tüte mit Lebkuchen. Ich esse sowas ja sehr gerne und habe mich darüber gefreut. Meine Mutter machte mich darauf aufmerksam, dass da noch was hängt. Nach einem weiteren Blick fand ich einen Pelikan 100 mit grüner Binde. Auf der Kappe ist der vollständige Name meiner Oma (die vom “Füller-Opa”) eingraviert. Wow, noch ein alter Pelikan aus Familienbesitz. Die Feder wurde scheinbar getauscht, sie trägt keine Pelikan-Inschrift. Da der Kappe die goldenen Kappenbänder fehlen und statt dessen zwei Streifen mit feinen Rillen dort zu finden sind, ließ sich der Füller schnell auf 1942 datieren. Nun habe ich drei Füller der Reihe 100, in verschiedenen Ausführungen. Die Füller aus dem Familienbesitz sind auch meine einzigen Oldies, aber sie bedeuten mir sehr viel. Ansonsten bevorzuge ich allerdings doch eher neue...

penexchange Adventskalender – Türchen Nr. 2

Ich habe heute für das penexchange-Forum das Türchen für den 2. Dezember gestaltet. Das Ergebnis möchte ich euch hier nicht vorenthalten. Liebe Leser, lange vorbereitet, darf ich euch nun mein Türchen unseres Adventskalenders präsentieren. Ich hoffe es gefällt euch. In meinem Besitz befindet sich nichts, was die Meisten von euch nicht schon kennen. Daher kann ich nicht mit Raritäten dienen, aber ich habe versucht, trotzdem etwas Besonderes aus meinem Türchen zu machen. Hier einmal das Türchen, ein braunes Etui: Was mag wohl darin sein? Fragen über Fragen. Das Etui verrät auf den ersten Blick nichts, vielleicht auf den Zweiten? Kenner können es erkennen, Leute wie ich finden nichts. Um nicht zu schnell das Geheimnis zu lüften brauche ich hier noch etwas Platz, also möchte ich kurz anmerken, dass Fotografieren nicht zu einer meiner besonders guten Fähigkeiten gehört. Ob es ander Kamera oder an mir liegt, sei dahingestellt. 😉 Aber da ihr bestimmt ungeduldig seid, möchte ich euch an dieser Stelle nicht mit noch mehr Worten quälen. Hier ein kleiner Tipp für alle: Gut, die Marke wäre damit enthüllt. Und was ist nun in dem Etui? Ein kleiner Blick gibt einen goldenen Clip in Schnabelform frei. Also, machen wir es auf, sonst finden wir es ja nie heraus. Zwillinge? Nein, keine Zwillinge. Geschwister könnte man es schon eher nennen. Wie zwei Brüder liegen sie da, der Pelikan 400 in Schildpatt-Braun und der Pelikan 500 Walzgold in Schildpatt-Braun. Was ist hier nun Besonders? Wer meine Beiträge aus den letzten 12 Monaten kennt (länger bin ich ja auch noch gar nicht hier), weiß vielleicht von deren Herkunft. Genau, es handelt sich um zwei von sieben Kandidaten, die von meinem Opa stammen und mir dieses Jahr überreicht wurden. Diese Zwei stammen auch aus diesem Etui, eine Schachtel habe ich dazu nicht. Jahrelang lagen sie vergessen in Schubladen, getrocknete Tintenreste verunzierten diese Schönheiten und machten sie nutzlos. So vergingen viele Tage im Wasser mit häufiger Reinigung, es kam dunkle Brühe heraus, aber es lohnte sich. Die Füller wurden sauber, ich ein halber Experte im Reinigen von völlig eingetrockneten Füllern. Nach genauerer Untersuchung wurde schnell klar, dass zwei Füller undicht waren, bei einem der Tintenleiter nicht richtig unter der Feder sitzt und ein weiterer ungewollte Stoffe enthält, die heraus gespült werden müssen. Drei sind einsatzbereit, einen davon habe ich bis heute nicht ausprobiert. Einer der undichten Kandidaten war schnell repariert, die Dichtung des Kolbens war bloß verrutscht, während der Zweite, oben gezeigter 400er, sich auf den Weg zum Onkel Doktor machte. Gut vier Wochen glänzte er durch Abwesenheit, die meinerseits schnell verging, da ich immer viel zu tun habe. Vor gut 1 1/2 Wochen traf er wieder bei mir ein, repariert, poliert, schreibbereit. Die Feder nach meinem Verständnis ein wahrer flex-Traum, die Übung meinerseits erwartet....

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