Eine neue Glasfeder

Im Zuge des schönen Tinten-Adventskalenders fehlte mir eine funktionsfähige Glasfeder.
Die erste Glasfeder kaufte ich vor 10 oder 11 Jahren an einem Stand auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt, seitdem begleitete sie mich treu. Trotzdem folgte aufgrund ihrer Optik ein paar Jahre (oder doch nur eins?) später eine weitere Glasfeder vom gleichen Stand, deren Schreibspitze mich allerdings langfristig nicht überzeugen konnte. Sie brachte anfangs zuviel Tinte auf das Papier und war schnell “leer”. Die Gedichte der bisherigen Tage aus dem Advent zeigen dies recht deutlich. Solche Schwierigkeiten kannte ich von meiner kleinen, grünen Glasfeder überhaupt nicht.

Irgendwann passierte mir ein dummes Ungeschick: Beim Auswaschen schwenkte ich die Glasfeder im Wasserglas und schlug damit gegen die Kante des Glases. Dabei brach ein winziges Stück aus der Spitze heraus. Sie schrieb noch, sofern ich die defekte Stelle mied.
Ich versuchte nun die Bruchkanten zu glätten, was zwar funktionierte, aber die schönen Schreibeigenschaften nicht wiederherstellte.

Daher sollte eine neue Glasfeder mit ähnlicher Spitze der Grünen her. Die Auswahl des altbekannten Standes war recht klein. Ich nahm eine mit die mir gefiel, um dann zuhause festzustellen, dass sie vorne im Griffbereich einen kleinen Sprung hat, der zum Glück die Funktion nicht beeinträchtigt. Was mich viel mehr stört: Die kugelige Spitze ist zu dick und passt nicht in die kleinen Gläschen des Adventskalenders. Hätte ich doch die Glasfeder mit der kleinen Spitze nehmen sollen… Schade, vielleicht ist sie ja noch da, wenn ich das nächste Mal auf dem Weihnachtsmarkt bin. Ansonsten ist es Schicksal.

Die “Neue”
Die Glasfedern-Familie

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