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Currently Browsing: Tinten

Noodler’s Baystate Blue

Heute möchte ich euch eine ziemlich einzigartige Tinte vorstellen, mit all ihren Vorzügen und Nachteilen. Die Baystate Blue von Noodler’s. Ich habe bereits einen Warnhinweis zu ihr gepostet, der weiterhin gilt. Es werden hier wohl noch Warnungen dazu kommen, aber das später. Der Test wurde auf altbekanntem Clairefontaine Velouté geschrieben, mit einem Online Update. Die Feder, die es nur in M gibt, habe ich etwas bearbeitet, so dass sie feiner schreibt. Preis: 3oz 12,50$, 4,5oz 21$ das entspricht ~85ml für 9,42€ bzw. ~128ml für 15,83€ nach heutigem Kurs -> 14,70€/100ml bzw. 12,37€/100mlDie Baystate Blue ist fast vollständig wasserfest, was ein großer Vorteil ist, sich in ihrem Fall aber sehr nachteilig auswirken kann. Sie trocknet recht langsam, verwischt aber nicht und hat einen guten Tintenfluss. Sie hat leider einige problematische Eigenschaften. Sie franst aus, schlägt durch, greift Füller an, verfärbt alles, was ihr in die Quere kommt und so weiter. Der Wassertest zeigt einen blauen Schimmer rund um die Linien, die aber noch sehr gut zu erkennen sind. Man kann daher deutlich sehen, dass Wasser darauf geraten ist oder bewusst angewendet wurde, ohne das der Text unkenntlich wird. Es ist große Vorsicht geboten, bei allem was man mit dieser Tinte macht. Bleiche soll die Tinte angeblich aus Textilien lösen können, aber Kunststoff wird wohl dauerhaft verfärbt bleiben. Auch Oberflächen wie Glas verfärben, sind aber nach intensiver Reininung wieder frei davon.Die Farbe ist allerdings ein Traum. Ein sehr schönes, kräftiges und leuchtendes Blau. Ich habe noch keine Farbe gesehen, die so knallig ist. Auch der Farbton gefällt mir sehr gut. Diamine kommt mit seinen Tinten dem schon Nahe, aber dies ist hier unglaublich. Nun zu den angekündigten Warnungen. Ich denke Bilder sind an dieser Stelle aussagekräftiger als lange Texte, daher hier schnell gemachte Handyfotos von zwei nicht unerheblichen Bescherungen: Der Stöpsel vom Waschbecken, gut vier Wochen nachdem ich das verdünnte Wasser vom Spülen (was ich vorsorglich in einer alten Glasschale gemacht habe) direkt in den Abfluss gegeben habe. Das Waschbecken wird jeden Tag viel genutzt, und trotzdem sind dauerhafte Verfärbungen zu sehen. Die Kanüle der Spritze, links nach der Benutzung mit der Baystate Blue, rechts im normalen Zustand. Identische Modelle, die Farbe war auch mal die Gleiche. Die Spritze sieht auch so aus. Fazit: Eine Tinte mit absolut toller Farbe, die aber sehr schwierig im Umgang ist. Meines Wissens nach aber aktuell der Spitzenreiter, alle anderen Tinten sollten harmloser sein. 😉 Nicht unbedingt schwierig, aber trotzdem wohl etwas beruhigend. Daher kann ich mich nur immer wieder wiederholen: Aufpassen, wo die Tinte eingefüllt wird und wo sie beim Hantieren hinspritzen kann. Unter Umständen wird sie für immer da bleiben, oder zumindest Verfärbungen...

Noodler’s Baystate Blue: Warnhinweis!

Liebe Leser, wie ihr aus diesem Beitrag wisst, habe ich seit einigen Tagen die Baystate Blue von Noodler’s. Diese Tinte hat einen sehr strahlenden Farbton, sie leuchtet richtig. Ein tolles, kräftiges Blau. Aber: Füllt diese Tinte niemals in Füller, die viel Geld wert sind, oder euch persönlich am Herzen liegen!! Ihr könntet es danach bereuen. Problem: Diese Tinte färbt und klebt wie sonstwas. Dass sie gerne mal Konverter verfärbt oder Tintenleiter (vor allem von Lamy) angreift, war mir vom Lesen her bekannt. Nun wollte ich meinen Creaper Flexpen spülen und musste feststellen, dass das Tintensichtfenster blau ist, die Feder, und das Glas mit dem Wasser zum Spülen ebenfalls. Das Glas lässt sich mit viel Mühe sauber machen, die Feder auch. Das Tintensichtfenster wohl nicht mehr. Also passt bloß auf, wo ihr die Tinte reinfüllt. Die Reinigungschancen sind Materialabhängig, aber wenn selbst Glas nur mit Mühe zu reinigen ist, heißt das schon was. Während der Benutzung fiel mir nur auf, dass ich die Tintenflecke an der Feder nicht richtig weg bekommen habe, hatte mir darum aber keine großen Gedanken gemacht. Nun weiß ich, dass die Tinte mehr Probleme machen kann. Der Creaper war nicht teuer, so dass ich es nicht schlimm finde. Aber bei allem was in irgendeiner Art wertvoll ist, sollte man lieber Vorsicht walten...

How To: Tintenausstriche

Da ich immer wieder gefragt werde, wie ich meine Farbausstriche auf den Tintenbetrachtungen und Farbkärtchen mache, möchte ich euch hier zeigen wie ich es mache. Ich habe dafür mal ein kurzes Video gemacht, Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Ich hoffe das hilft euch. Bitte entschuldigt das leichte Wackeln, mit rechts ausstreichen und links die Kamera halten (habe mein Stativ nicht gefunden) ist gar nicht so einfach. 😉 Was man braucht: Eine Farbkarte oder Papier, Tinte, alte Karten (Postkarten, Karteikarten, Pappkarton…) Die Tintenkarte habe ich für das Video festgeklebt, da ich normalerweise mit links die Karte festhalte. Für den Ausstrich habe ich alte Karteikarten verwendet, die ich in kleine Streifen schneide. Link zum Video (lässt sich leider noch nicht direkt einbinden) Bei der Tinte handelt es sich um die Poppy Red von...

Diamine Ancient Copper

Ich möchte euch heute eine Tinte vorstellen, die mir farblich sehr gut gefällt, die Ancient Copper von Diamine. Diese Tintenbetrachtung wurde auch mit dem Pelikan Ductus und 18c F-Feder auf Clairefontaine Velouté verfasst. Preis: 30ml 3,90€, 80ml 9,90€ -> 13€/100ml bzw. 12,38€/100mlBei den Eigenschaften gibt es keine Überraschungen, sehr guter Fluss, kein Ausfransen oder Durchschlagen, kein Verwischen bei trockenem Finger und keine Wasserfestigkeit bei normaler Trocknungszeit. Es ist ein leichtes Shading zu erkennen.Es handelt sich hier um ein wunderschönes Rotbraun, das die Farbe von Kupfer gut trifft. Ein angenehmer Farbton für den Alltag und für Briefe. Ich kann mir diese Tinte wunderbar im Bereich der Kalligraphie vorstellen. Ich hatte mal Experimente mit einem Pinsel gemacht, auch bei Bildern dieser Art kann diese Tinte Einsatz finden.Der Farbausstrich zeigt recht wenig Variation in der Intensität, aber der Farbton kommt gut raus.Leider klumpt diese Tinte an der Feder aus. Das sieht etwas unschön aus und kann bei längerer Liegezeit zu leichten Verstopfungen führen. Da die Tinte aber komplett wasserlöslich ist, besteht keinerlei Gefahr für den Füller. Eine sehr schöne Tinte, die mir ausgesprochen gut gefällt. Das Ausklumpen kann zum Problem werden, wer den Füller mit dieser Tinte häufig benutzt, wird aber keines...

Pilot Iroshizuku Shin-Ryoku

Diesmal stelle ich euch eine besondere Tinte vor. Sie kommt vom japanischen Hersteller Pilot, unter dem Namen “Iroshizuku” werden Tintenfässer verkauft. Es handelt sich hier um die Shin-Ryoku, ein dunkleres Grün. Geschrieben mit einem Pelikan M215 und M-Feder aus Stahl, aus Clairefontaine Velouté. Preis: 50ml 23,90€ -> 47,80€/100ml (sehr teuer)Diese Tinte fließt äußerst gut aus der Feder. Die Eigenschaften sind problemlos, mit schönem, mittelstarken Shading. Ausfransen und Durchschlagen konnte ich nicht beobachten, auch eine begrenzte Wasserresistenz ist vorhanden. Die Trocknungszeit ist allerdings recht lang, was die Alltagstauglichkeit herab setzt.Das Grün gefällt mir sehr gut, es ist vergleichbar mit der Edelstein Aventurine von Pelikan. Bei Wassereinfluss ist eine leichte Entmischung von Gelb zu beobachten, ansonsten lässt sich keine Verschiebung der Farbe erkennen. Frisch auf’s Papier gebracht ist die Farbe recht dunkel, hellt beim Trocknen aber auf.Sehr gut lassen sich auf dem Farbausstrich die verschiedenen Farbintensitäten erkennen.Eine sehr schöne Tinte, die durch ihre längere Trocknungszeit aber einen Negativpunkt hat. Ansonsten gefällt sie mir wirklich gut, für Briefe, Alltag oder was auch immer zum Schreiben...

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