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Setup meines VdS

Lange geplant, nun wird es in die Tat umgesetzt: Ich wollte euch schon seit Monaten mein Planer-Setup vorstellen. Seit nun drei Jahren nutze ich Planersysteme, nach Ausflügen zu anderen Konzepten bin ich aber doch beim Ringplaner hängen geblieben. Ich brauche einfach die Möglichkeit, die Seiten einzeln zu sortieren, die mir RoterFaden, Midori und co in der Form nicht geben. Diese Notizsysteme sind in gute Hände gewandert und liegen nicht mehr bei mir.

Die Frage “Wie viele Planer braucht der Mensch” lässt sich ebenso schlecht wie “wie viele Füller braucht der Füllerfreund” schlecht beantworten, ich denke die Zahl tendiert bei einigen gegen unendlich.
Bei den Füllern bin ich mir wirklich unsicher, auch wenn die Zahl bei mir sehr stabil bleibt. Bei den Planern nutze ich privat zwei, einen der immer dabei ist (VdS) und einen zuhause (Filofax Holborn) mit dem Tagebuch-Kalendarium. Beide haben das Personal-Format.
Beruflich habe ich einen A5 Planer mit Reißverschluss aus Kunstleder von BSB, den ich mal austauschen wollte. Da er aber für den Zweck ideal ist (das Material hält absolut alles aus, fasst sich gut an und durch den Reißverschluss kann ich Zettel und Stifte einfach reinlegen ohne dass sie unterwegs heraus fallen) und ich alles Wichtige drin habe, bleibt er erst einmal.

Anfang des Jahres hatte ich mir, nach gut einem Jahr im Gillio, den VdS gegönnt. Das Leder ist weiterhin unbehandelt, hat einen leichten Glanz bekommen und Wasser hinterlässt keine Rückstände auf dem traumhaften Nappaleder. Passt also. :-) Aber zu dem VdS möchte ich später noch ein “Halbjahres”-Review schreiben. 😉

Ich arbeite nur wenig mit Vorlagen und diese paar sind größtenteils selbst erstellt. Der Kalender ist natürlich vorgedruckt, sonst noch die Listen.
Ich dekoriere den Planer auch nicht, benutze also keine Sticker oder Washi-Tapes, auch wenn ich welche habe. Hatte es mal versucht, was aber mit geendet hat, dass ich jeden Tag dachte “du musst noch deinen Planer designen”. Also lasse ich es. Ein bisschen Farbe zur schnelleren Wiedererkennung würde nicht schaden, aber dann bräuchte ich mehr Stifte. Also bleibt es einfarbig und simpel. Rahmen, Linien und Symbole tun es auch. 😉

Ich hatte meine neuen Register, die als einziges bunt sind, mal vorgestellt. Wie ihr seht habe ich 6 Hauptkategorien, die durch diese Register eingeteilt werden.
– Kalender
– Listen
– Infos
– Hobbies
– Notizen
– Kontakte

Noch vor dem ersten Register und damit dem Kalender, habe ich ein paar andere Seiten abgeheftet.
Es geht los mit dem schönen Leder-Flyleaf, welches aus dem gleichen Nappa wie der Planer an sich besteht. Es folgt eine Seite mit meiner Handynummer und E-Mailadresse, für den Fall, dass ich das gute Stück irgendwann mal verlieren sollte *horror*. Unten auf der Seite stehen Notfallkontakte, für den Fall dass etwas passieren sollte.

Kurzer Ausflug dazu: Neulich hätte mich fast ein LKW voll erwischt, das war echt knapp. Im Anschluss daran habe ich überlegt, was eigentlich alles geregelt ist, wenn ich mal ins Krankenhaus kommen sollte, oder noch mehr passiert, was man ja nicht hofft. Dabei wurde mir erst richtig bewusst, dass unsere Smartphones heute so schön gesichert sind, dass niemand mehr wie früher mal eben im Telefonbuch nachgucken kann, wer benachrichtigt werden sollte (beliebt waren “Schatz”, “Mama”, “Papa” und so weiter). Nur der Notruf geht, egal ob SIM-Karte oder nicht, der Akku muss bloß halten. Ja, in den Planer würde hoffentlich irgendwann jemand gucken und diese Seite finden. Problem: Auf der Arbeit wüsste niemand Bescheid. Zwar sind die Telefonnummern auch da drin, aber hinten, bei den Kontakten. “Nicht so wichtig” sagte jemand, aber ich finde es schon gut, wenn auch dort die Nachricht ankommt. Ausflug Ende.

Danach kommt eine Hülle, wo ich kleine Zettel und Ähnliches hinein stecken kann. Dahinter kommen dann Sprüche, Zitate und Texte, die ich angesammelt habe. Längere Texte auf einer eigenen Seite, kurze auf Post-Its.

Kalender
Ich arbeite hauptsächlich mit einem Woche auf zwei Seiten Kalendarium, nutze es aber wenig als Kalender. Ich bevorzuge Papierkalender, aber die digitale Welt hat Vorteile (natürlich auch einige Nachteile): Die Termine können synchronisiert werden, so dass sie geräteunabhängig abrufbar sind (geht dienstlich leider nur auf Umwegen und ist auch nicht gewünscht). Seit gut einem Jahr haben mein Partner und ich jeder einen Kalender und dann einen gemeinsamen Kalender. So wissen wir, was der Andere so vor hat oder was für uns zusammen ansteht. Sowas lässt sich auf Papier leider schlecht realisieren, weshalb ich dann doch umgestiegen bin. Glücklich macht mich das nicht, aber es geht um Arbeitsmittel.
Der Kalender beinhaltet teils meine Termine, dient aber mehr als Rückblick, was ich gemacht habe. Wieso ich das tue, habe ich gerade als Idee für einen Post notiert. 😉

Listen
Ganz vorne die Brieffreunde, die ich seit zu langer Zeit hängen lasse. Ich komme einfach zu nichts, ein Wunder, dass ich den Blog gerade so zutexte. Aufgaben führen zum “ich muss noch … tun” was irgendwann in Stress ausartet. Ich fange langsam an, diesen Stress einfach zu ignorieren und Dinge sein zu lassen. Prioritäten setzen, ja, geht aber leider zu Lasten der Hobbies, die man ja gerade dann dringend braucht.
Dann kommt mein “Warten auf” – wer ZTD (zen to done) oder GTD (getting things done) kennt, weiß was das ist. Ich finde es sehr praktisch, da ich so auch diese Dinge aus dem Kopf bekomme, ich gucke regelmäßig nach und muss es mir nicht merken.
Anschließend meine Aufgaben, wieder auf den Abhaklisten. Ich hatte hier mal das Kanban-System ausprobiert, war aber nicht meins. Die Post-Its wollten nicht so richtig kleben, und bei den Aufgaben reichte der Platz nie. “Done” ist zwar hübsch, aber löst es wirklich ein Freudengefühl aus? Ich denke eher nicht, man könnte fast denken “nur so wenig?”. Auch die kontextbezogenen Liste habe ich aufgelöst, ich habe die To-Dos damit nicht richtig wiedergefunden und manche sind regelrecht vergammelt. Also wieder alles auf eine Liste, das funktioniert.
Zum Abschluss ein kleiner Luxus: Wunschlisten. Was möchte ich haben? Ich habe es bewusst Luxus genannt, meistens brauche ich diese “haben-wollen” nicht unbedingt und vergesse es irgendwann wieder. So merke ich sie mir, und brauche sie eben doch. 😉 Die Listen sind leider auch zu lange und ich habe zu viele davon, ihr seht: Luxus.

Infos
Momentan verwaist, bin am überlegen, was ich daraus machen könnte.
Es war mal eine Weltkarte drin, aber die habe ich nie benutzt, so dass ich mir den Platz auch sparen kann.
Vielleicht Finanzen, aber das Eintragen ist mehr Fleißarbeit als es hilft.

Hobbies
Hätte ich mehr Zeit, würde ich voll im Freizeitstress von einem Hobby zum nächsten hetzen. Nicht im Sinne des Erfinders, aber es gibt einfach so viele interessante Sachen. 😉
Hier habe ich alle meine Notizen und Freizeitaktivitäten, Schreiben, Pony und so weiter. Sehr sporadisch gehe ich auch mal Geocachen, auch ein paar seit einem Jahr unangetastete Sudokus sind dort noch.
Am meisten nutze ich es für das Pony, das bombardiert mich immer wieder mit neuen Überraschungen und braucht viel Platz. 😉

Notizen
Als erstes eine Seite mit leeren Post-Its in verschiedenen Größen. Danach eine Seite für beschriebene Post-Its, ich hoffe dass ich mit einer Seite auskomme, aber eigentlich kleben diese Dinger bei mir überall. Wohnungstür, Nachttisch, Schreibtisch, Computertisch. Vom Arbeitsplatz mal ganz abzusehen, aber dort habe ich schon sehr reduziert. :-)
Hier findet sich nun alles, was ich mir merken und immer dabei haben will. Ich notiere Ideen für die Wohnung, schreibe mir Mitglieds-/Kundennummern auf, was eben so anfällt. Auf einer Seite stehen Ideen für Geschenke, immer ein schwieriges Thema. Wenn mir etwas einfällt wird es notiert, und als erstes dort nachgesehen, wenn ich etwas brauche.
Um mehr Platz im Planer zu schaffen bzw. ihn zu leichter zu machen, habe ich meine Notizen am PC geschrieben und ausgedruckt. So kann ich deutlich mehr Text auf eine Seite schreiben, neues kommt handschriftlich dazu und wird beim nächsten Mal digitalisiert.

Kontakte
Hier ist eine Telefonliste mit Nummern von wichtigen Personen. Familie, Freunde, Kollegen. Die vielen und manchmal häufiger wechselnden Nummern zu behalten geht einfach nicht mehr, als Kind kannte ich vier Nummern: Zuhause, Papa auf der Arbeit, Oma und meine beste Freundin. Damit kam man klar. Heute? Hat jeder Festnetz UND Handy. Und man kennt mehr Leute die man anruft. Auf das Handy möchte ich mich in dem Punkt nicht verlassen, wenn der Akku leer ist, sind auch die Nummern dahin. So kann ich die Meisten von anderen Telefonen aus anrufen.
Im Anschluss kommt noch eine Seite mit Ärzten, deren Adresse, Telefonnummer und Sprechzeiten. Last but not least Läden, die ich mir mal merken wollte, aber auch eher ungenutzt.

Was ist sonst noch im Planer? Verstärkungsringe für ausreißende Löcher, Visitenkarten und meistens auch ein Notschein, falls das Portemonnaie leer ist. Muss ich den Planer jetzt verstecken? Ich hoffe nicht. 😉

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